Erlangen – Die GEWOBAU setzt ihren Modernisierungskurs konsequent fort und gestaltet in die Jahre gekommene Stadtviertel um. Am Rande der Buckenhofer Siedlung, gegenüber vom Waldsportpark, sollen ab 2011 attraktive Wohnungen für Jung und Alt entstehen. Damit diese sich optimal in die Umgebung einpassen, hatte die städtische Wohnungsbaugesellschaft einen Architektenwettbewerb ausgerufen. Aus 24 eingereichten Arbeiten wurden vier Siegerentwürfe gezogen. Den ersten Platz errang ein Architektenteam aus Erlangen und Emskirchen.
Spatenstich im Jahr 2011
Öffentlich geförderte Mietwohnungen, Eigentumswohnungen, Appartements für Studierende sowie eine Wohngemeinschaft von älteren Menschen, alles harmonisch eingebettet in die Umgebungsbebauung – das sind der Pläne der GEWOBAU auf dem Areal gegenüber der Sportanlage der SpVgg 04 Erlangen („Spieli“). Bis Anfang 2009 standen nördlich der Elisabethstraße und westlich der Wilhelminenstraße acht Mehrfamilienhäuser mit 124 Wohnungen aus den 50er-Jahren. Laut GEWOBAU-Geschäftsführer Karl Heinz Kamp soll hier 2011 der Spatenstich für das moderne und generationsübergreifende Wohnen am Waldsportpark erfolgen.
Überregionaler Architektenwettbewerb
Gute Ideen und realisierbare Vorschläge für die beiden Grundstücke mit rund 10.000 beziehungsweise 3.500 Quadratmeter Fläche erhoffte sich die GEWOBAU über einen anonymisierten Architektenwettbewerb. Dieses Verfahren wurde Mitte 2009 angestoßen und durch Professor Michael Stößlein, Stößlein Architekten, Nürnberg betreut. Teilnehmen durften Architekten aus Bayern und Baden-Württemberg mit vorgeschaltetem Bewerbungs- und Losverfahren.
Preisträger von Jury ausgewählt
Die Resonanz auf den Wettbewerb war groß: Insgesamt 24 eingereichte Arbeiten konnte die unabhängige Expertenkommission am 16. und 17. Dezember 2009 begutachten. Am Ende standen folgende vier Preisträger fest
4. Preis: Steidle Architekten, Johann Spengler mit Matthias Löhlein, München
3. Preis: Gerken Architekten + Ingenieure, Dipl. Ing. FH Thomas Gerken, Ulm
2. Preis: Dipl. Ing. Robert Rösch, Dipl. Ing. Sonja Neugebauer, Stuttgart
1. Preis: Dipl. Ing. Barbara Rössner, Dipl. Ing. Richard Waldmann, Erlangen,
Dipl. Ing. Michaela Messmer, Dipl. Ing. Jörg Franke, Emskirchen
Eine anspruchsvolle Aufgabenstellung
GEWOBAU-Geschäftsführer Karl Heinz Kamp beglückwünschte die Preisträger im Namen des Preisgerichtes und seines Hauses. Die Aufgabenstellung, Flächen zu schaffen für so vielfältige Mieter- und Käuferinteressen bei gleichzeitiger Berücksichtigung der Umgebungsbebauung, sei durchaus anspruchsvoll gewesen. Und der Vorsitzende des GEWOBAU-Aufsichtsrates Gerd Lohwasser, zugleich Bürgermeister von Erlangen, ergänzte, dass die Bebauung neben den städtebaulichen Vorgaben zugleich noch Rücksicht auf den Sportbetrieb der „Spieli“ nehmen müsse. Es dürfe keine dauerhafte Einschränkung für diesen Verein durch die Neubebauung geben, so Lohwasser.