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Pressemitteilung 03/2021 - GEWOBAU übergibt fünf sanierte Wohnungen in der Wöhrmühle zur Unterbringung von wohnungslosen Familien

 

GEWOBAU übergibt fünf sanierte Wohnungen in der Wöhrmühle zur Unterbringung von wohnungslosen Familien  

ERLANGEN -

Der Stadtrat Erlangen hatte am 26.09.2019 beschlossen, in der Wöhrmühle fünf Wohnungen mit einer Gesamtwohnfläche von 510 qm zur Unterbringung von wohnungslosen Familien mit Kindern zur Verfügung zu stellen. Kernelement des Projekts ist die Unterbringung der Familien in familien-gerechten Wohnungen, die in Abstimmung mit dem Gebäudemanagement der Stadt Erlangen von der GEWOBAU Erlangen in der Zeit März 2020 bis Mai 2021 errichtet wurden. Das jetzt mit Biogas beheizte Gebäude musste statisch komplett ertüchtigt werden und die Grundrisse der Wohnungen grundlegend überarbeitet werden.

„Mit der Unterbringung in der Wöhrmühle gelingt es, die notwendigen Voraussetzungen zu schaffen, um den Bedürfnissen der Familien und Kinder gerecht zu werden“, erläutert dazu Sozialreferent Dieter Rosner. „Wir legen großen Wert darauf, Mütter mit Kindern und Familien in wohnungsgleichen Unterkünften unterzubringen.“

Die Ursachen der Wohnungslosigkeit von Familien sind vielfältig. Oftmals sind der Verlust von Wohnraum durch Arbeitslosigkeit und einschneidende Veränderungen in den allgemeinen Lebensumständen Grund dafür, weshalb Familien wohnungslos werden. „Wir wollen die notwendigen Voraussetzungen schaffen, um den Bedürfnissen der Kinder auf Sicherheit, Schutz und Beständigkeit gerecht zu werden und der Kindesentwicklung positiv Rechnung zu tragen“, erläutert der Aufsichtsratsvorsitzende der GEWOBAU, Bürgermeister Jörg Volleth.

Durch präventive Maßnahmen der GEWOBAU und Stadt Erlangen, wie zum Beispiel die frühzeitige Betreuung zur Überwindung besonderer sozialer Schwierigkeiten oder die Beratung und Unterstützung durch die Abteilung Wohnungswesen im Sozialamt, ebenso wie die Übernahme von Mietrückständen im Rahmen der Leistungsgewährung, kann Wohnungslosigkeit von Familien fast immer vermieden werden. Es gibt Situationen insbesondere im Falle des Zuzugs von Familien, in denen diese flankierenden Maßnahmen aber nicht im erforderlichen Maß greifen. Dann ist eine vorübergehende Unterbringung durch die Obdachlosenbehörde unvermeidlich.

Eine klassische Obdachlosenunterkunft mit gemeinsamer Nutzung von Küche und Bad durch mehrere Personen ist jedoch grundsätzlich nicht auf die differenzierten Bedürfnisse der Kinder zugeschnitten und macht daher Alternativen nötig. „Die vier Dreizimmer und die Vierzimmerwohnung in der Wöhrmühle verfügen deshalb jeweils über Bäder mit Dusche und zum Teil auch Badewannen sowie über große Küchen“, erläutert GEWOBAU-Geschäftsführer Gernot Küchler. Insgesamt wurden 1,5 Mio. € in Sanierung und Umbau investiert. Die Wohnungen können ab Juni 2021 bezogen werden.